Dr. Maria Montessori

* 31. August 1870, † 6. Mai 1952

 Als erste Frau Italiens erkämpft sich Maria Montessori gegen Ende des 19. Jh. einen Studienplatz an der medizinischen Fakultät von Rom. 1896 schliesst sie dieses Studiums erfolgreich ab, wendet sich aber schon bald darauf den Erziehungswissenschaften zu. Mit Ihrem Lebenswerk begründet sie eine weltweit revolutionäre Pädagogik, die bis heute nichts an Aktualität eingebüsst hat - im Gegenteil – noch immer haben Maria Montessoris Antworten auf Entwicklungsfragen ihre uneingeschränkte Gültigkeit und sind heute vielleicht aktueller als je zuvor.

Maria Montessori- d'Insle Montessori-Schule in Zürich

 Beeinflusst durch Arbeiten der beiden französischen Ärzte Itard und Séguin entwickelt Dr. Montessori Materialien zur Förderung geistig behinderter Kinder und erzielt mit ihnen beachtliche Erfolge, die sie, nicht nur in Fachkreisen, sondern weit über die Landesgrenzen hinaus, berühmt machen. Vom Erfolg beflügelt, beginnt sie ihre Methode auch auf die Arbeit mit gesunden Kindern auszudehnen und gründet 1907 ein erstes Kinderhaus (Casa dei Bambini) in San Lorenzo, einem Armenviertel von Rom. Weitere Kinderhäuser in Mailand und Neapel werden folgen.


 Das Interesse an ihrer Methode wächst und die weltweite Verbreitung der Montessori-Pädagogik ist nicht mehr aufzuhalten. Ein Leben lang widmet sich die „Dottoressa“, wie sie von vielen ehrfurchtsvoll genannt wird, dem Ausbau und der Verfeinerung ihres Entwicklungsmaterials, dem Verfassen von Fachbüchern, der Ausbildung von Lehrkräften, allem voran aber der minutiösen Beobachtung von Kindern als der zentralen Grundlage ihrer Forschung. Selbst die Jahre im indischen Exil während des II. Weltkrieges vermögen sie nicht daran zu hindern, ihre Arbeit im Dienste des Kindes voranzutreiben, sie entwickelt dort das wohl wesentlichste Konzept ihres pädagogischen Ansatzes - die sogenannte "kosmische Erziehung“.


 Nach ihrem Tod übernimmt ihr unehelicher Sohn Mario Montessori die Aufgabe, eine mittlerweile weltweite Montessori-Bewegung zu führen, und heute obliegt dies der Assoziation Montessori International (AMI) mit Sitz in Amsterdam http://ami-global.org/.